| | Meine Pferde
1995 bin
ich über ein Zeitungsinserat zum Training von Vollblutpferden
gelangt.
Ich habe der Besitzerin geholfen ihre Vollblüter für die
Pferderennen vorzubereiten. Nie
zuvor habe ich Vollblüter geritten, geschweige denn mit Pferderennen
etwas am Hut
gehabt. Mein Traum war eigentlich immer, eines Tages einen imposanten
Andalusier
zu besitzen und klassische Dressur zu reiten.
Das Training der edlen Vollblüter hat mich aber in ihren Bann
gezogen. Ihre Sanftmut und
Sensibilität habe ich schätzen gelernt. Nach eineinhalb
Jahren bot sich mir die Gelegenheit
eine der Vollblutstuten, namens „Melisma“ abzukaufen.
Leider ist sie mir im folgenden Jahr
durch einen Milzriss, der durch einen Schlag einer Offenstallkollegin
verursacht wurde,
gestorben.
Da ich mir mittlerweile aber ein Leben ohne Pferd nicht mehr vorstellen
konnte, habe ich
im Herbst desselben Jahres (1998) meine heutigen beiden Vollblüter
an der Vollblutauktion
in München ersteigert. Somit bin ich heute stolze Besitzerin
eines temperamentvollen
Vollblutwallachs, namens „Master Joy“, und einer eigenwilligen,
aber liebenswerten
Vollblutstute, namens „Darusha“. Darusha war 1998 erst
eineinhalb Jahre alt und Joy
war Ende vier. Durch die anfänglichen, (für mich) fast
unlösbaren Schwierigkeiten mit
meinem Wallach kam ich zum Konzept von Pat Parelli, das ich auch
heute noch immer
im Umgang mit den Pferden anwende.
Zwischenzeitlich habe ich durch meine Stute den Weg zum Distanzsport gefunden (sie hasste Dressur und Springen! Doch den frischen Galopp durch fremdes Gelände liebt sie!) Die Pferde lieben durch fremde Gegenden zu galoppieren. Man spürt dabei ihren Atem und ihren Herzschlag und erfreut sich der vorbeiziehenden Landschaftsszenerien. Es ist einfach ein Traum!
Aber ohne gesunderhaltende Gymnastizierung wäre solch eine sportliche Herausforderung langfristig nicht möglich. Und so habe ich zu der lang erträumten, klassischen Dressur zurückgefunden und verfolge heute die Prinzipien von Philippe Karl (www.philippe-karl.com), kombiniert mit der Arbeit nach Schöneich (www.arr.de).
Wiederum waren es meine Pferde, die mich lehrten, wie ich mit ihnen dressurmässig umzugehen habe. Nach etlichen Jahren des Umganges mit der konventionellen Reitweise und diversen Besuchen von Reitkursen z.B. bei Manolo Oliva, kam es zum strikten Boykott seitens Master Joy. Nachdem ich 8 Stunden nach München an einen Dressurkurs mit Manolo gefahren bin, lief er am folgenden Tag keinen Schritt mehr geradeaus. Nach 2 Schritten Galopp riss Joy eine Vollbremsung!
Wieder zurück daheim, liess ich Master Joys Rücken im Tierspital untersuchen. Mit einem niederschmetternden Urteil als Antwort: Hochgradige arthrotische Veränderungen im Rücken (anhand der Röntgenbilder gilt mein Wallach als unreitbar!).
Selbst nach 6-wöchiger konventioneller Longenarbeit, kombiniert mit einer Schmerztherapie war alles beim alten. Kaum sass ich auf, lief mein Wallach total schief. Er konnte einfach nicht mehr geradeaus laufen, bzw. sich nach rechts biegen. Mit der Kruppe lief er rechts an der Vorhand vorbei; mindestens 2 Hufschläge!!! Galopp war fast unmöglich, wenn, dann nur links herum. Rechts bremste er andauernd ab oder wechselte in den Kreuzgalopp. Doch die tierärztliche Zweitmeinung der Klinik in Gockhausen wies mir dann den richtigen Weg. Der untersuchende Tierarzt riet mir zur Reitweise nach Philippe Karl und siehe da?! Mein Wallach (abgesehen von ein paar schlechten Tagen, wie es auch bei vielen arthrosegeplagten Menschen ist) ist er heute wieder reitbar und wir üben gerade die Seitengänge im Trab und Galopp.
So hat sich alles zum Guten gewendet und ich reite meine beiden englischen Vollblüter in der klassischen Dressur und lasse unsere Herzen höher Schlagen mit einem atemberaubenden Ritt durch die Natur an einem Distanzritt!
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