Über mich -Hufbearbeitung -Angebot/Preise -Fallstudien -Wissenswertes -Vorträge -Meine Pferde .-News .-Links -Kontakt
 

Julies, Stute, Quarter Horse, geb. 1999

Diese Stute habe ich im Mai 2007 zur Hufpflege mit der hier sichtbaren Hufstellung
übernommen. Bis dato wurden keine klinischen Untersuchungen in Bezug auf
Strahlbeinlahmheit vorgenommen. Das Pferd lief aber ab und an nicht taktrein, bzw. lahm.

Wir haben dem Pferd am 7. Mai 2007 die Eisen abgenommen und auf Barhuf mit Hufschuhen
umgestellt. Das Bild hier entstand 5 Wochen nach der Eisenabnahme vor der ersten Hufpflege. Die Hufwinkel vorne betrugen 45 Grad! Die Fesselzehenachse war weit ab von der Norm und
von einer gesunden Stellung! Die Sohle war total abgeflacht und die Stute hatte ein geringes Hornwachstum. Jede Hufplfege war eine Gradwanderung zwischen dem, was nötig war zu
machen und dem, dass das Pferd anschliessend noch laufen konnte. Wir sind in der Hufpflege also in kleinen Schritten vorwärts gegangen und die Stute hat gut mitgemacht.

10 Monate nach der ersten Hufpflege betrugen die Hufwinkel an den Vorderhufen bereits
51 Grad. Wir hatten also eine Steigerung des Hufwinkels um 6 Grad erreicht.

Doch die Stute lief nach wie vor teilweise lahm, so dass die Besitzerin sie im März 2008
röntgen liess und sich Veränderungen am Strahlbein bestätigten. Das Strahlbein ist in zweierlei Hinsicht verändert. Einerseits finden Umbauvorgänge im Strahlbein statt und andererseits sieht man sogenannte „wings“ an den Aufhängebandansätzen. Mein behandelnder Tierarzt, den ich
für solche Probleme gerne zu Rate ziehe empfahl eine Therapie mit Schmerzmitteln und
Aufstellen des Hufes.

Falls die Umbauvorgänge im Strahlbein weitergingen, was man frühestens nach ca.
4 Monaten radiologisch erkennen könnte, so gibt es keine Heilungschance, diese Zeit würde
aber genutzt werden können, um die Trachten natürlich wachsen zu lassen.

Nach einer einmaligen Beschlagsperiode mit Keileisen, entschied sich die Kundin, dieses, vom
Tierarzt empfohlene Vorgehen zu probieren. Ende Mai 2008 haben wir mit der starken Kürzung der Zehe unter Beizug – aber nur wenn nötig – von Schmerzmitteln begonnen.

Auf den folgenden Bildern im August und September 2008 sieht man bereits eine deutliche
Verbesserung der Stellung und somit eine Entlastung der tiefen Beugesehen, bzw.
des Strahlbeines:


12.06.2007


12.06.2007

_______________________________________________________________________________


15.08.2008

Hier sieht man, wie deutlich die Zehe von unten, wie von aussen gekürzt wurde.
Wir haben, wenn nötig bis an die weisse Linie die Zehe von aussen gekürzt.
Die Zehenachse nähert sich allmählich der Fesselachse an. Die Trachten sind zwar
noch untergeschoben, aber sie beginnen zu wachsen.

_______________________________________________________________________________


15.08.2008

Hier sieht man schön, wie sich die Hufwände zu weiten beginnen und langsam eine normale
Steilheit erlangen. Keine engen Trachten mehr sichtbar. Der Huf wird auch langsam von
unten gesehen rund und die Sohle erhält auf ganz natürliche Weise eine Wölbung.

_______________________________________________________________________________


24.09.2008

Hier sieht man im Vergleich noch zur Aufnahme im August, dass ich bereits nicht mehr
so viel Zehenwand abtragen musste, um eine vernünftige Steilheit der Zehe zu erlangen.
Auch die Trachtenwand hat sich gegenüber der Aufnahme im August nochmals verbessert.
Sie wächst mehr und mehr gerader von oben nach unten und ist kaum noch untergeschoben.
Beste Bedingungen zur Genesung, bzw. Entlastung des Hufrollenapparates.

_______________________________________________________________________________

zurück

 

Beispiele meiner Arbeit:


Kaya, Stute, Haflinger


Mogli, Hengst, Minischetti


Hebe, Stute, Warmblut


Julies, Stute, Quarter Horse


Pablo, Wallach, Schetti

Ein besonderer Dank an alle
meine Kunden, dass ich die
Bilder Ihrer Pferde bei der
Arbeit meiner Hufbearbeitung
zeigen darf!